Hohenhain. Schon um 11. 00 Uhr am Sonntagmorgen waren viel Sitzplätze belegt. Mit einer Stunde länger schlafen, waren die Schlachtfestgäste bestens Konditioniert. Mit bester Rundumsicht natürlich und einer ausgezeichneten Weitsicht auf die Musikkapelle war die Sitzplatzsuche das einzige Problem der vielen gutgelaunten Schlachtfestbesucher. Das 21. Schlachtfest des Heimat- und Verschönerungsverein wurde wieder zur Großveranstaltung. Viele Hundert Besucher aus dem ganzen Siegerland, Sauerland und dem benachbarten Rheinland Pfalz trafen sich in dem kleinen Dorf oberhalb von Freudenberg, um den Pflichttermin für "Heimat-Gourmets" nicht zu versäumen.

Die 45 Helfer hatten teilweise schon Sonntagmorgen um 3.00 Uhr die Küchenschürze umgeschnürt und den Backes gefeuert, um pünktlich ab 11.00 Uhr für die "Fütterung" der Schlachtfest-Besucher bereit zu sein. Am Vortag hatten Karl Rütting und der Metzger und Berthold Neuhof begonnen einige hundert Kilo Schweinefleisch zu verarbeiten. Die Leckereien aus dem Dorfeigenem Backes schafften es auch wieder den Zuckerspiegel und den Bedarf an frischem Brot zu denken.

So konnte vom Frühstück über Mittagessen und dem Nachmittagskaffee alles im großen Festzelt eingenommen werden.

Damit die Pausen zwischen den Mahlzeiten nicht langweilig wurden, zeigte die "Original Asdorfer-Kapelle" aus Niederfischbach wie musikalisch ein Schlachtfest sein kann.

Die Speisenkarte trieb den Liebhaber deftiger Hausmannskost, das Wasser im Munde zusammen. Die Wurstesuppe, Blut- und Leberwurst sowie Wellfleisch mit Sauerkraut und Püree war das Standard Mittagsmenü. Verschiedene "Wurschde-Donge" oder Hohenhainer Backesbrot mit Griebenschmalz wurden auch für den, manchmal längeren Heimweg eingepackt. Nachdem über 140 Brotleibe gebacken waren wurden noch zwölf Bleche Kuchen in den Ofen geschoben.

Fotos: Henning Prill

 

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