Alchen. Seit Jahren setzt der Borkenkäfer dem Fichtenwald gehörig zu. Daher machte man sich nun in der Alcher Haubergsgenossenschaft Gedanken, was mit den Unmengen an Fichtenholz anzufangen wäre. Zu dem ganzen Borkenkäferunglück kam nun dieses Jahr auch noch ein Virus ins Land, der das Leben von drei "Öalcher Jonge "auf den Kopf stellte. Die drei Jungs gingen zwar ohnehin nicht großartig in die nun zugesperrte Kneipen und Discotheken, allerdings durften sie jetzt auch nicht mehr ihren üblichen Dienst in der Freiwilligen Feuerwehr versehen und größere Treffen mit den Freunden waren wegen des ansteckenden Virus ebenfalls verboten. Kurzum, es drohte Langeweile.

201129krippe2 grossNachdem im Wald irgendwann die nötige Arbeit am Käferholz getan war, fing die Werkelei an. Zunächst wurden ein paar Sitzgelegenheiten aus dem Fichtenholz gebaut. Nun machte sich im Herbst das Gerücht breit, das zu Weihnachten kein Gottesdienst in der Kirche stattfinden könne.Man durfte sich ja nicht mit so vielen Leuten in einem Raum treffen. Der Alcher Pastor hatte die Idee, man könne ja am Heiligen Abend eine Zusammenkunft unter freiem Himmel organisieren, um wenigstens den weihnachtlichen Gedanken nachzugehen. 

Da die drei Jungs im Dorf überall ihre Ohren haben, blieben die Gedanken des Pastors nicht lange geheim. Nun kam die Idee, für einen solchen Gottesdienst einen Beitrag leisten zu wollen.Eine Krippe mit dem Jesus Kind wollten sie „mal eben“ bauen. Nachdem man nun noch mehrmals auf der zuvor gebauten Fichtenholzbank saß, war man sich schnell einig, dass eine einfache Krippe nicht ausreichen würde. Figuren sollten noch dazu. Da das Kind, wie die Drei wussten, nicht alleine zur Welt gekommen war, mussten natürlich die Eltern noch dazu - Maria und Josef. Und auch war den kreativen jungen Männern nicht verborgen geblieben, dass man sich schon früher über Geschenke gefreut habe. Sie meinten auch, dass Geschenke in dem Fall angebracht wären und sie erinnerten sich an drei Besucher, die ein Stern nach Betlehem geleitet hatte, um den neuen Erdenbürger zu begrüßen. Es waren die drei Weisen aus dem Morgenland, denen man später die Namen Kaspar, Melchior und Balthasar gegeben hatte. 

Nun war der Plan fertig und musste in die Tat umgesetzt werden. Schweres Gerät wurde bemüht.Trecker, Anhänger und Seilwinde waren nötig, um die schweren Stämme zu bewegen. Nachdem die Stämme in einem örtlichen Schuppen gesammelt worden waren, stellte sich die Frage, wie man ihnen das passende Aussehen geben könnte.201129krippe3 gross

Mit Kettensägen verstanden die Drei umzugehen, das hatten sie längst im Wald und bei der Feuerwehr unter Beweis gestellt. Nun wurden aus den Rohlingen Krippenfiguren. Mühe und Schweiß hatte man dabei nicht gescheut. Das Aufstellen von den „neuen Öalchern“ war für die drei „alten Öalcher“ ein Fest vor dem eigentlichen Fest. Das Werk war gelungen und ist nun auf der Höhe zwischen Alchen und Lindenberg zu bewundern. Der Weg dorthin wurde mit Unterstützung des Kindergartens und der Grundschule mit Wegweisern gestaltet.

 Die "drei Jonge" hoffen, den Öalchern und allen anderen die hier vorbei kommen, eine kleine Freude zu machen in dieser merkwürdigen Zeit. Ihre eindringliche Bitte: Alles so stehen lassen, die Figuren sind schwer und und niemand möchte, dass sie umkippen. In die kleine Dose kann eine kleine Spende gegeben werden. Sie wird für einen guten Zweck verwendet. Wer möchte, darf gerne ein paar Worte in das „Gipfelbuch“ in der silbernen Kiste schreiben.

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