Freudenberg. In einem festlichen Gottesdienst ist am vergangenen Wochenende Pfrn. Ute Riegas-Chaikowski in ihr Amt als Leitende Theologin der Stiftung Diakonissenhaus Friedenshort eingeführt worden. Der Gottesdienst in der Friedenshort-Kirche fand aufgrund der Corona-Pandemie nur mit rund 30 Gästen statt, war aber live im Internet zu verfolgen. „Uns hat Ihre starke persönliche und berufliche Kompetenz sehr beeindruckt, aber auch Ihre menschliche Art und der Teamgedanke Ihres Leitungsverständnisses“, ging Pfr. Markus Holmer als Vorsitzender des Kuratoriums noch einmal auf den Berufungsprozess ein. Außerdem skizzierte Pfr. Holmer die wesentlichen Schwerpunkte, die mit dem neuen Amt verbunden seien: Neben dem Dienst der Verkündigung des Evangeliums als eine Säule von Diakonie gehöre das Begleiten der Friedenshort-Diakonissen und der Mitarbeitenden sowie die konzeptionelle Weiterentwicklung des gesamten Werkes in Abstimmung mit den anderen Leitungsverantwortlichen dazu: „Wir wünschen Ihnen im Vorstand dazu ein gelingendes Miteinander und Gottes Segen!“

„Mich freut es persönlich sehr, dass Sie den Weg nach Freudenberg eingeschlagen haben“, betonte Bürgermeisterin Nicole Reschke in ihrem Grußwort für Rat und Verwaltung. Beim ersten Kennenlernen habe man schon viele Gemeinsamkeiten feststellen können, vor allem stehe das Wohl der Mitmenschen im Zentrum des jeweiligen Handelns: „Mit Freudenberg erwartet Sie eine Stadt, die mehr ist als die weltbekannte Altstadt, sondern die Menschen in ihre Mitte nimmt und von der Kita bis zum Seniorenalter begleitet.“ Sie freue sich, dass der Friedenshort auch weiterhin einen lebendigen und wichtigen Teil dazu beitrage. Mit einem Vers aus Philipper 4,13 überbrachte Oberin Sr. Christine Killies Segenswünsche namens der Schwesternschaft: „Ich vermag alles durch den, der mich mächtig macht: Christus“ Hierzu zitierte sie Friedenshort-Gründerin Eva von Tiele-Winckler, die eine Auslegung zu diesem Vers verfasst hat: Um den Anforderungen gerecht werden zu können, die Gott an Menschen in seinem Dienst stelle, brauche es eine Kraft, die größer sei, als man selbst. Diese Kraft werde durch Jesus Christus geschenkt.

Ihre Predigt hatte Pfrn. Riegas-Chaikowski zuvor zu den Versen 6 - 12 aus Jesaja 58 gehalten. Die darin enthaltenen Aufforderungen, unter anderem Obdach zu geben und mit den Hungrigen das Brot zu brechen, seien tatsächlich „Diakonie Pur“, verdeutlichte Pfrn. Riegas-Chaikowski: „Wir übernehmen als Diakonie Verantwortung, so wie es unsere Überzeugung ist, dass alle Menschen von Gott geliebte Geschöpfe sind. Wir kommunizieren unsere Werte und wirken in die Tiefen der gesellschaftlichen Prozesse hinein.“ Zwar könne die vielfältig wahrgenommene Not auch zu Resignation führen, aber Gott stehe auf der Seite der Bedürftigen und ermutige uns, Strukturen und kreative Ideen für Hilfen zu entwickeln.
Für die musikalische Gestaltung des Gottesdienstes hatten die Mitarbeitenden Wilhelm Müller (Gesang), Frank Gamboa und Thomas Bornemann (Gitarre) sowie Axel Grigo mit einigen Mitgliedern von „pro musica sacra“ gesorgt. Organistin Simone Schuster war zudem diesmal an Orgel und Klavier gleichermaßen aktiv.

Zur Person: Pfarrerin Ute Riegas-Chaikowski ist 55 Jahre alt und hat ihren Dienst im Friedenshort am 1. Juni 2020 begonnen. Zuvor hatte sie seit Ende 1997 eine Pfarrstelle in der Ev. Kirchengemeinde Wattenscheid verantwortet und den Zusammenschluss mehrerer Kirchengemeinden begleitet. Sie war zudem stellvertretende Synodalassesorin im Ev. Kirchenkreis Gelsenkirchen und Wattenscheid und hat in dieser Position den Kirchenkreis in Gremien von Verwaltung und Politik der Stadt Bochum vertreten. Darüber hinaus war sie stellvertretende Vorsitzende des Aufsichtsrats des Diakoniewerkverbundes Gelsenkirchen und Wattenscheid gGmbH, zu dem unter anderem Kliniken, Wohnangebote für Menschen mit Behinderungen sowie Alten- und Jugendhilfeeinrichtungen gehören. Sie ist verheiratet und hat zwei erwachsene Töchter sowie einen Sohn im Teenager-Alter. Ihr Ehepartner Andreas Chaikowski ist ebenfalls evangelischer Pfarrer.

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