Freudenberg. „Wie soll der Marktplatz einmal werden“?  Diese Frage haben Politik und Verwaltung der Stadt Freudenberg, gemeinsam mit interessierten Bürgerinnen und Bürgern, in den vergangenen Monaten beantwortet. Mehr als 300 Ideen wurden gesammelt und ausgewertet. Das zur Erarbeitung eines Gestaltungskonzepts beauftragte Stadtplanungsbüro Loth aus Siegen hat auf der Grundlage der Ergebnisse der Bürgerbeteiligung ein Gestaltungskonzept erarbeitet, das als Rahmenkonzept für die Beantragung von Städtebaufördermitteln eine wichtige Voraussetzung ist. Sollten Städtebaufördergelder für die Umgestaltung des Marktplatzes vom Land NRW genehmigt werden, wird die Planung für die Umsetzung weiter konkretisiert. In einem nächsten Schritt gilt es auf der Grundlage des Gestaltungskonzepts, Fördergelder für die Maßnahme „Umgestaltung des Marktplatzes“ zu beantragen.

Das Konzept wurde dem Ausschuss für Stadtentwicklung, Kultur und Touristik am 20. August 2020 vorgestellt und von Frau Loth im Detail erläutert. Neben der Plandarstellung umfasst das Konzept die vom Fördergeber vorgegebenen Kriterien, die in einer Dokumentation zusammengestellt sind. Dazu zählt auch die Bürgerbeteiligung. Einstimmig wurde das Konzept vom vorgenannten Ausschuss befürwortet und die Verwaltung beauftragt, auf dieser Grundlage den Antrag für Städtebaufördermittel zu stellen. Am 3. September 2020 soll das Konzept zur Beantragung der Fördermittel vom Rat der Stadt Freudenberg beschlossen werden. „Wir sind froh, dass die zahlreichen Anregungen aus der Bürgerschaft in das Gestaltungskonzept eingeflossen sind, denn der Platz soll belebt und angenommen werden – ein Ort, an dem sich jeder wohl fühlt“, sagte Bürgermeisterin Nicole Reschke.

Wie soll der neue Marktplatz in Freudenberg zukünftig entwickelt werden?

Mit Augenmaß wurde ein Gestaltungskonzept für den Marktplatz in Freudenberg erarbeitet,

das im Wesentlichen die Ideen aus der Bürgerbeteiligung zur Umgestaltung des Marktplatzes aufgreift und diese in eine Freiraumkonzeption umsetzt.

Mit der Neugestaltung des Marktplatzes wird ein ebenso attraktives Entree geschaffen, wie auch ein Platz, der vielfältige Nutzungsmöglichkeiten und eine hohe Aufenthaltsqualität bietet. Die unmittelbar an den Alten Flecken angrenzende Fläche für den neuen Marktplatz soll Teil des historischen Altstadtensembles werden und als zentrales Bindeglied zwischen der Altstadt und dem Kurpark den Bürgerinnen und Bürgern zur Verfügung stehen.

Der Marktplatz ist Ausgangspunkt für Wanderungen über den Kurpark und in die freie Natur entlang des Seelbachs mit Anbindung an übergeordnete Wanderwege.

Eine Verbindung von Geschichte, Gegenwart und Zukunft ist handlungsleitend bei der Neu-gestaltung der Fläche für den neuen Marktplatz und die sich daran angrenzenden Flächen. Es soll ein Bereich entstehen, der den Charakter der Altstadt und des angrenzenden Land-schaftsraum aufgreift und jeweils thematisiert. Mehrere mit unterschiedlichen Nutzungen vorgesehene Scheunen finden sich an zentralen Stellen - auf dem Marktplatz, am neu gestalteten Spielplatz, am Übergang zwischen neu inszeniertem Löschteich und Minigolfanlage. Die Idee aus der Bürgerschaft, einen „Gemeinschaftsgarten“ anzulegen, wird oberhalb des Tretbeckens als Reminiszenz an die historischen Gärten in Freudenberg aufgegriffen - auch hier ist eine gemeinschaftlich nutzbare Scheune vorgesehen. Die Scheunen stellen den roten Faden dar und sind eine Hommage an die ehemaligen Wirtschaftsgebäude, die ortsbildprägend für Freudenberg waren. In der weiteren Konkretisierung der Platzgestaltung sollen auch die historischen Bleichwiesen eine Rolle spielen. Ebenso wird das Thema Wasser aufgegriffen, welches an dieser Stelle immer eine besondere Bedeutung hatte.

Insgesamt soll der neu gestaltete Bereich vielfältige Nutzungen ermöglichen. (Wochen-) Märkte, kleinere Veranstaltungen, Möglichkeiten zum Spielen, Verweilen und Erholen werden mit dem Konzept ermöglicht. Es soll ein Bereich entstehen, der für die Bürgerinnen und Bürger als Treffpunkt attraktiv ist, ein Ort, an dem man sich gerne trifft. Eine Flaniermeile entlang des Seelbachs und die Idee, einen Wanderweg entlang des Seelbachs anzulegen, werden ebenso im Konzept berücksichtigt wie die Neugestaltung des Löschteichs. Die Minigolfanlage soll erhalten werden - ein eindeutiges Votum aus der Bürgerschaft.

Ein weiteres Thema, das von den Bürgerinnen und Bürgern immer wieder thematisiert wurde, ist der autofreie „Alte Flecken“. Hierzu wird im Gestaltungskonzept die Möglichkeit vorgesehen, an der Stelle des noch vorhandenen Feuerwehrgerätehauses eine Möglichkeit zum Abstellen der Fahrzeuge zu schaffen. Auch hier können sich die Verfasser des Konzepts eine (Park-)Scheune vorstellen, die im Inneren eine Parkpalette beinhaltet.

Insgesamt lässt das Konzept Möglichkeiten offen, die Umsetzung in Bauabschnitten zu realisieren und entsprechende Anpassungsmöglichkeiten vorzunehmen. Die Entwicklung ist in drei Bauabschnitten vorgesehen. Das Büro Loth empfiehlt an erster Stelle, den Bereich zwischen dem KulTourBackes und dem Spielplatz zu entwickeln. Hier wird dann (endlich) der Marktplatz als solcher nutzbar und erlebbar sein. Die Erweiterung des Spielplatzes und die Neugestaltung des Löschteichs sind Teil des Bauabschnittes II. Ebenso wird die Flaniermeile entlang des Seelbachs mit dem Bauabschnitt II fertiggestellt werden können. Im Bauabschnitt III soll der Minigolfplatz (noch) attraktiver gestaltet werden und der sich daran angrenzende Wiesenbereich als Gemeinschaftsgarten entwickelt werden.

Mit dem Gestaltungskonzept liegt der Stadt Freudenberg eine Planung vor, die angepasst an die Finanzierungsmöglichkeiten flexibel umgesetzt werden kann. Eines ist sich Christine Loth sicher: Das Gestaltungskonzept basiert auf den Wünschen der Bürgerschaft und bietet die Voraussetzungen für die vielen guten Ideen, die von den Bürgerinnen und Bürgern eingebracht wurden. Darüber hinaus betont Frau Loth, dass die gute Zusammenarbeit mit der Verwaltung der Stadt Freudenberg wesentlich dazu beigetragen hat, das Konzept in der Kürze der Zeit, inkl. Bürgerbeteiligung, überhaupt erarbeiten zu können.

Für die ersten Bauabschnitte liegen die Kosten bei ca. 2,1 Mio. Euro.

Fotos: Stadt / Henning Prill Archiv

 

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