Bühl. Die weit verstreute St. Marien-Gemeinde von Freudenberg, feierte am Sonntag einen besonderen Freiluft-Gottesdienst. Am Ischeroth oberhalb der Ortschaft Bühl trafen sich die katholischen Gläubigen nach der 5. Sternwallfahrt aus 19 Dörfern und Ortsteilen um gemeinsam Gotteswort zu hören. Dass eine Kirchengemeinde sich zum Gottesdienst trifft, ist nicht ungewöhnlich, und so lädt der Arbeitskreis Dorfpastoral gemeinsam mit dem Pfarrgemeinderat zur Sternwallfahrt der Gemeinde auf den Ischeroth.

Nachdem die Gemeinde zunächst zwei Mal (2011 und 2012) zum Groß-Glaesner gepilgert ist, ist ihr Ziel auch in diesem Jahr wieder der Ischeroth. Dieser Berg oberhalb von Bühl (466 m ü. M.) verfügt über eine imposante Weitsicht auf das nördliche Siegerland und eignete sich mit diesen Gegebenheiten für einen nicht alltäglichen Gottesdienst.

Auf dem Weg der Wallfahrt stoßen immer mehr Pilger aus den anderen Orten hinzu, und so hoffen die Verantwortlichen darauf, dass sich das biblische Wort aus dem Buch Jesaja erfüllt „Viele Nationen (und Menschen) machen sich auf den Weg. / Sie sagen: Kommt, wir ziehen hinauf zum Berg des Herrn … Er zeige uns seine Wege, / auf seinen Pfaden wollen wir gehen“ (Jes 2,3).

Wer nicht gut zu Fuß war, durfte auch mit dem Auto nach Bühl und auf den Berg Ischeroth kommen. Für Ältere und Gemeindemitglieder die nicht pilgern konnten stand Kirchbus ab der Kirche in Freudenberg bereit. Am Waldrand hatte Aufbauteam der Gemeinde für Sitzgelegenheit gesorgt.

Die Eucharistiefeier am Fuße des Ischeroth begann um 11.00 Uhr und wurde von den Alphorn-Bläsern aus Erndtebrück und Rudersdorf mitgestaltet.

Bei bestem Wetter bestand im Anschluss an die gottesdienstliche Feier für alle Teilnehmer eine deftige Erbsensuppe bereit, auch hier wurde auf bewährtes zurückgegriffen. Die „Lindemer Jonge“ hatten die Gulaschkanone angefeuert und alles frisch zubereitet. Für die Pilger standen auch Getränke bereit, selbst das manchmal benötigte Plastik-Häuschen stand am Wegrand bereit.

So blieben viele Gemeindemitglieder noch über die Mittagszeit und nutzten die Gegebenheiten zum Verweilen in der Natur. Der Ischeroth ist ein beliebter Aussichtspunkt. Der Blick reicht in nordöstlicher Richtung über das Siegerland bis hinein ins Ebbegebirge, in der entgegen gesetzten Richtung schaut man bis den Westerwald hinein. Eine vorhandene Panoramakarte, erleichterte dabei die Orientierung.

Foto: Henning Prill


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