Neustart im Kurpark-Café: Arbeitskreis soll Ideen servieren

Neustart im Kurpark-Café: Arbeitskreis soll Ideen servieren

Wie geht es weiter mit dem Café im Kurpark: Ein Arbeitskreis soll jetzt neue Ideen und Konzepte erarbeiten.

Freudenberg. "Wenn du mal nicht weiterweißt, bilde einen Arbeitskreis." Selten war der alte Spruch so treffend wie am Mittwochabend in der Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses. Das Kurpark-Café stand auf Antrag der FDP zur Debatte. Es wurde lange, sachlich diskutiert - und am Ende einstimmig die Gründung eines Arbeitskreises beschlossen. 

Aber von vorne: Das Café im Kurpark ist geschlossen - und bleibt es wohl auch zunächst. Das Pächterpaar, das Anfang August übernommen hatte, bat im Oktober um die Auflösung des Vertrags - insbesondere aus gesundheitlichen Gründen. Und weil es bereits der dritte Pächter-Rückzug war, hatte die FDP jetzt die Initiative ergriffen und die Neukonzeption des Cafés beantragt. 

Fraktionsvorsitzender Torsten Freda machte in der Sitzung noch einmal deutlich, dass es ein "Weiter so" nicht gebe, da das bisherige Konzept bereits dreimal gescheitert sei. Er erweiterte seinen eigenen Antrag mit den Vorschlägen, die Einbeziehung einer Brauerei zu prüfen, ein Automatencafé in Betracht zu ziehen und die Trägerschaft durch ehrenamtliche Vereine anzudenken. 

Die CDU unterstützte den Antrag im Grundsatz. Das "Ur-Konzept mit den Vereinen ist noch gar nicht zum Krachen gekommen", so deren Fraktionssprecher Christoph Reifenberger. Es müsse nun kreativ, und vor allem ganz neu gedacht werden. 

Daniel Knie (SPD) fasste seine eigene Erwartungshaltung zusammen: "Wer in den Kurpark geht, soll etwas zu essen und zu trinken bekommen - egal ob Currywurst, Kartoffelbrot oder Waffeln". Er schlug eine "freie Ideengenerierung" vor und drückte aufs Tempo: "Wenn das Wetter wieder schön wird, muss das Ding da oben offen sein."

Auch Erik Stinner (Bündnis 90 / Die Grünen) schloss sich an, mahnte aber die Wirtschaftlichkeit an. "Jemand muss mit soliden Zahlen Geld verdienen können. Falls das nicht gelingt, kann man da auch mit dem Bagger drüber fahren." 

Bürgermeisterin Nicole Reschke wies darauf hin, dass professionelle Konzepte "richtig viel Geld kosten" würden. Die Frage sei, "was wir wollen". Ein neues Konzept müsse von Politik und Verwaltung getragen werden; die Expertise könne dann dazu geholt werden. 

Was wollen wir? Was ist überhaupt machbar? Was ist bezahlbar? Und wer macht es? Diese - und vermutlich viele weitere - Fragen soll nun ein Arbeitskreis beantworten, der sich aus je einem Fraktionsmitglied, dem Verein Freudenberg WIRKT, der Stadtverwaltung und noch zu benennenden Experten zusammensetzen soll. 

 

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