Unfallzahlen auf Fünf-Jahres-Hoch - meist bleibt es bei Blechschäden

Unfallzahlen auf Fünf-Jahres-Hoch - meist bleibt es bei Blechschäden

Insgesamt 309 Mal krachte es im vergangenen Jahr auf Freudenbergs Straßen - einmal sogar mit Todesfolge. Bei den meisten Unfällen blieb es allerdings bei Blechschäden.

Freudenberg. Die aktuelle Verkehrsunfallstatistik der Kreispolizeibehörde Siegen-Wittgenstein zeigt: Im Jahr 2025 hat die Zahl der Unfälle im Kreisgebiet insgesamt leicht zugenommen. Auch in Freudenberg ist ein deutlicher Anstieg zu verzeichnen – allerdings ohne sprunghafte Zunahme schwerer Folgen.

In Freudenberg registrierte die Polizei im vergangenen Jahr insgesamt 309 Verkehrsunfälle. Damit liegt die Zahl deutlich über den Vorjahren. Zum Vergleich:

  • 2021: 228 Unfälle
  • 2022: 252 Unfälle
  • 2023: 241 Unfälle
  • 2024: 268 Unfälle
  • 2025: 309 Unfälle

Damit erreicht die Stadt den höchsten Wert der vergangenen fünf Jahre. Parallel dazu stieg auch die Zahl der verunglückten Personen leicht an: 50 Menschen wurden bei Verkehrsunfällen verletzt, im Jahr zuvor waren es 46. Eine Person kam 2025 bei einem Unfall ums Leben. In den Vorjahren hatte es in Freudenberg überhaupt keine tödlichen Verkehrsunfälle gegeben.

Trotz steigender Unfallzahlen bleibt das Verletzungsbild vergleichsweise moderat. Der größte Teil der Verunglückten erlitt leichte Verletzungen. Schwerverletzte machen weiterhin nur einen kleinen Anteil aus. Damit bestätigt sich ein Trend, der auch im gesamten Kreis Siegen-Wittgenstein zu beobachten ist: Mehr Unfälle bedeuten nicht automatisch mehr schwere Folgen.

Ein Blick auf die Altersgruppen zeigt ein klares Bild: Erwachsene zwischen 25 und 64 Jahren stellen weiterhin die größte Gruppe der Verunglückten. Daneben registrierte die Polizei auch mehrere verletzte Senioren sowie einzelne Kinder und Jugendliche. Junge Erwachsene im Alter zwischen 18 und 24 Jahren sind ebenfalls regelmäßig an Unfällen beteiligt – allerdings deutlich seltener als die mittlere Altersgruppe.

Bei den Beteiligungsarten zeigt sich ein erwartbares Bild: Die meisten Verunglückten waren Pkw-Fahrer. Deutlich seltener betroffen waren Fußgänger, Radfahrer, Pedelec-Fahrer und Motorradfahrer. Gerade bei Rad- (2025: 2) und Pedelec-Fahrern (2025: 3) schwanken die Zahlen in den letzten Jahren relativ stark.

Ein anhaltendes Problem sind Unfallfluchten: 2025 registrierte die Polizei in Freudenberg 70 Fälle. Damit liegt der Wert etwas unter dem Vorjahresniveau (80 Fälle), aber weiterhin deutlich über den Zahlen von 2021 und 2022. Die Aufklärungsquote liegt bei rund 40 Prozent. Das bedeutet: In knapp jedem zweiten Fall gelingt es der Polizei, den Verursacher zu ermitteln. Bei Unfallfluchten mit Personenschaden bleibt die Zahl zwar niedrig, dennoch sieht die Polizei hier weiterhin besonderen Handlungsbedarf.

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Freudenberg Online berichtet seit 2000 aus der Stadt Freudenberg im Kreis Siegen-Wittgenstein und seinen Ortsteilen.

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