Freudenberg. Zum letzten Mal öffneten sich am Sonntag die Türen und Tore des Feuerwehrhauses am Marktplatz. Nicht für große Fahrzeuge mit Blaulicht und Martinshorn, sondern für Kunst, Musik - und natürlich für viele interessierte Menschen. Es war Abschied, Erinnerung und Neuanfang zugleich. Denn schon bald rollen hier die Bagger.
Im Rahmen des städtebaulichen Projekts "Autofreier Alter Flecken" wird hier demnächst die Quartiersgarage entstehen. Aber bevor es soweit ist, gehörte die Location am Sonntag den Kreativen, den Musikalischen und all den Menschen, die sich für den Wandel Freudenbergs interessierten. Wandel - das war das große Schlagwort an dem Nachmittag. Nicht nur in großen Graffiti-Lettern auf der Wand, sondern auch in zahlreichen Gesprächen der Projektverantwortlichen mit den Besucherinnen und Besuchern. "Wir haben ein bewusst temporäres Kunst- und Kulturprojekt geschaffen, das den Wandel sichtbar, erfahrbar und diskutierbar macht", so Mitorganisatorin Johanna Bolz.
Den Startschuss gab Bürgermeisterin Nicole Reschke, dann übernahm Giu Todaro Mikrofon und Kommando gemeinsam mit verschiedenen Special Guests und gestaltete musikalisch den besonderen Nachmittag, der bereits vorher von mehreren Graffiti-Künstlern aus der Region einen stilvollen Anstrich bekommen hatte. Danach gab es weniger Musik, dafür aber Essen, Getränke und Informationen zum Stadtentwicklungsprojekt aus erster Hand: Inken Daley von der Verwaltung und Bürgermeisterin Nicole Reschke erläuterten Hintergründe, Perspektiven und Zielsetzungen.
Am Ende zeigten sich die Verantwortlichen aus dem Rathaus sehr zufrieden. Nicht nur mit der Resonanz der rund 100 Gäste, sondern auch über die Offenheit, sich künstlerisch mit dem Wandel des Ortskerns auseinanderzusetzen, über Austausch und Dialog und über das Sichtbarmachen, dass in Freudenberg mehr möglich ist als das gewohnte Programm.











