cfg:ok Blick in die Vergangenheit - 4Fachwerk will Schlossberg untersuchen

Blick in die Vergangenheit - 4Fachwerk will Schlossberg untersuchen

Blick in die Vergangenheit - 4Fachwerk will Schlossberg untersuchen

Auf dem heutigen Schlossberg-Plateau stand die einstige Burg Freudenberg. Eine fundierte geophysikalische Analyse des Geländes gab es bislang allerdings noch nicht.

Freudenberg. Der Verein 4Fachwerk Freudenberg hat die Stadtverwaltung gebeten zu prüfen, ob geophysikalische Untersuchungen auf dem Schlossberg-Plateau durchgeführt werden können. Ein entsprechender Antrag des Vereins wird am Mittwoch kommender Woche im Bildungs- und Sozialausschuss beraten. 

Welche Geheimnisse birgt der Schlossberg heute noch? Der Arbeitskreis Stadt- und Baugeschichte des 4Fachwerk-Vereins beschäftigt sich seit geraumer Zeit mit der Gründungsgeschichte Freudenbergs und somit auch mit dem Standort der einstigen Burg Freudenberg, die nach aktuellem Forschungsstand in den Jahren 1388/1389 erstmals urkundlich erwähnt wurde. 

In den Jahren 1932/33 haben auf dem Gelände Grabungen stattgefunden. Auch später gab es "hin und wieder archäologische Aktivitäten", etwa im Zuge des Baus und der Erweiterung des Schlossberg-Hotels. Eine grundlegende und umfassende Analyse fehlte demnach bislang allerdings. 

"Diese würde helfen, die genaue Größe und Stellung des Gebäudekomplexes mit Schloss, Stallungen und Katharinenkapelle sowie Türmen und Brunnen zu verifizieren", schreibt der Verein in seinem Antrag. 

Denkbar sei eine Georadar und eine Geomagnetik-Untersuchung des Geländes. Diese Methode erzeuge ein 3D-Bild von Strukturen, Mauern oder Gräben und lasse auch vormalige Fundamente erkennen. Mit der Geomagnetik ließen sich verbrannte Erden, Öfen oder Gräben identifizieren. 

Die bislang bestehenden Modelle und Darstellungen des Schlosses beruhen weitgehend auf reiner Phantasie. Umso wichtiger sei es, mit den jetzt möglichen technischen Optionen die Voraussetzungen für einen realistischen Forschungsansatz zu finden. 

Wie so oft, liegt vieles am Geld: 20.000 Euro schätzt der Verein die Kosten für die Untersuchung - zu teuer für den städtischen Haushalt. "Die Verwaltung erkennt jedoch den wissenschaftlichen und stadtgeschichtlichen Mehrwert des Vorhabens an" und stellt in Aussicht, den Verein bei der Akquise von Spendengeldern zu unterstützen.

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