Freudenberg. Damit hatte niemand gerechnet. Am letzten Spieltag der Tennis-Regionalliga Ü40 kam es zum Aufeinandertreffen der letztjährigen deutschen Meisterinnen aus Essen-Bredeney und den Flecker Damen von Grün-Weiß-Freudenberg. Jedem war klar, dass es eigentlich nur eine „Klatsche“ geben kann, hatte man doch letztes Jahr mit 1:8 verloren - aber weit gefehlt.
Die Essenerinnen waren nicht mit der besten Mannschaft angereist und das sollte sich rächen. War es die brütende Hitze oder die Einstellung „wir haben doch sowieso nichts zu verlieren“? Die Freudenbergerinnen kämpften und schlugen sich schon nach den Einzeln zu einem nie erwarteten 5:1. Lediglich Maaike Kerkhoff-Koutstall verlor ihr Einzel, alle anderen wurden gewonnen, und das sogar deutlich. Die Sensation war perfekt und auch von den drei abschließenden Doppeln wurden noch zwei gewonnen. Insgesamt stand am Abend also ein 7:2 zu Buche und das wurde ausgiebig gefeiert.
Leider kam die Leistungsexplosion am letzten Spieltag zu spät. Im Gesamtklassement belegt man nur den drittletzten Platz, was höchstwahrscheinlich zum Abstieg in die Westfalenliga führen wird. Aber auch wenn das so ist, so war man sich einig. Wer den deutschen Meister schlägt, steigt auch wieder auf. Â
