Freudenberg. Bunte Mobiles in Form einer Hand, Kekse in Form einer Hand und sogar Eis am Stiel in Form einer Hand: Mit den farbigen und leckeren Hinguckern haben die Hygieneexperten im Bethesda Krankenhaus die Bedeutung der Händehygiene in den Fokus genommen.
Besucher, Mitarbeitende und Patienten konnten bei einem Aktionstag ausprobieren, wie Händehygiene als bester Schutz vor Infektionen richtig funktioniert. Der Tag war Teil der deutschlandweiten Kampagne „Aktion Saubere Hände", die sich für die Verbesserung der Händehygiene in medizinischen und pflegerischen Arbeitsbereichen stark macht.
Wer an dem Tag das Foyer im Krankenhaus betrat, wurde gleich auf die bunten Hand-Mobiles aufmerksam, die von der Decke herabhingen. Stationen mit Mitmachaktionen luden dazu ein, sich zum Thema Hygiene zu informieren. Während im Alltag das gründliche und regelmäßige Händewaschen mit Seife oft ausreicht, ist in medizinischen Einrichtungen und vor allem beim Kontakt mit Erkrankten die Händedesinfektion elementar. Wie akribisch sich die Besucher ihre Hände desinfiziert haben, konnten sie bei einem Selbsttest in der UV-Schwarzlichtbox überprüfen. Die Hygieneexperten gaben den Tipp, das Desinfektionsmittel mindestens 30 Sekunden in die Haut einzumassieren und für ein korrektes Vorgehen Schmuck wie Ringe, Uhren oder Armbänder abzulegen. Für eine effektive Keimreduktion gilt es neben den Handflächen und Fingern auch die oft vernachlässigten Regionen wie Nagelfalz, Daumen und Handknöchel mit einzureiben.
Im „room of horrors" fanden sich die Besucher in einem inszenierten Stationszimmer, das absichtlich unhygienisch hinterlassen wurde. Hier galt es, per Fragebogen auf Fehlersuche zu gehen und beispielsweise falsch platzierte Blasendauerkatheter, verunreinigte Labor-Tabletts oder nicht korrekt hinterlegte Medizinprodukte zu identifizieren.
Der hygienebeauftragte Arzt, Thomas El Ansari, gab in Vorträgen Empfehlungen zur Händehygiene im stationären Bereich. Hier ging es unter anderem um den Umgang mit medizinischen Einmalhandschuhen, die Patienten und Personal vor einer Infektion mit Keimen schützen sollen. El Ansari sagte: „Nach dem Gebrauch der Handschuhe sollten die Hände sorgfältig desinfiziert werden. Die Handschuhe sind flüssigkeitsdicht, was die Hautbarriere durchlässiger macht. Zudem können sich beim Abstreifen unbemerkt Keime auf der Haut ansiedeln.“
Sich lieber einen Button anstecken, als sich mit Krankheitserregern anstecken: So hätte das Motto an einer weiteren Station lauten können. Hier konnten sich die Gäste an einer speziellen Maschine einen Ansteckbutton mit Hygienesprüchen erstellen lassen. Ein Glücksrad mit Hygiene-Fragen, Hygienetipps für den Alltag, Obst und süße Snacks rundeten den Aktionstag am Euelsbruch ab.
