Freudenberg. Es war eine beeindruckende virtuelle Zeitreise in die Vergangenheit Freudenberg, die die Besucherinnen und Besucher am Donnerstagnachmittag in der evangelischen Kirche zu sehen bekamen. Christian Berner und das 4Fachwerk-Museum zeigten drei KI-generierte Filme mit historischen Meilensteinen aus dem Alten Flecken.
Es waren Zeiten, als die Krottorfer Straße ein kleiner Feldweg war, die Häuser strohgedeckt und Menschen und Tiere über schlammige Straßen zwischen den Fachwerkhäusern gingen. Der erste Film zeigt den legedären Raub der französichen Kriegskasse und wie der Freudenberger Arzt Johann Wilhlem Weiland die Truppen davon abhält, die Stadt niederzubrennen. Um Feuer geht es im zweiten Film, das den zweiten Stadtbrand im Jahr 1666 zeigt, der fast den gesamten Flecken in Schutt und Asche legte. Etwas weniger bekannt ist die Geheimkonferenz von 1586, die als Auslöser der Befreiung der Niederlanden von den Spaniern gilt. Der anschließende 80-jährige Krieg wurde erst mit dem Frieden von Münster im Jahr 1648 beendet.
"Diese Filme sind als Entwürfe zu verstehen", so Produzent Christian Berner, der die Szenen mithilfe von künstlicher Intelligenz aus vorhandenen Zeichnungen, Gemälden und weiteren Informationen erstellt hat. Darüberhinaus stand Bernd Brandemann mit umfassendem historischen Wissen zur Seite. Acht bis zehn Clips wurden pro Minute produziert. Rund 60 Stunden investierte der Mediendesigner in jede der drei Episoden.
Nach ihrer endgültigen Fertigstellung sollen die Filme die Ausstellung im 4Fachwerk-Museum multimedial ergänzen.