Wilhelmshöhe. Die Vorbereitungsarbeiten zum Neubau der Talbrücke Büschergrund sind bereits von vielen Stellen aus gut zu sehen. Sowohl wenn man mit dem Auto auf der Autobahn unterwegs ist, als auch auf Wander- oder Fahrradwegen rund um das Bauwerk. Großflächig wurde der abgetragen Mutterboden entfernt und auf einem speziell angemieteten Grundstück auf dem Ischeroth in Bühl zwischengelagert.
Auf einer Fläche von rund drei Fußballfeldern türmen sich die Massen in verschiedenen Bodenqualitäten auf. Der Mutterboden wird dort bis zum Ende der Baumaßnahme zwischengelagert. Die Erde wird dann nach Abschluss der Bauarbeiten wieder auf den ursprünglichen Flächen zurückgebracht. Baustellenschilder an allen Wegen rund um die Brücke weisen auf die Baumaßnahme hin und auch das Baufahrzeuge die angelegten bzw, erweiterten Baustrassen befahren.
Das Baufeld wird nicht vollständig abgesperrt, damit Wanderer und auch Fahrradfahrer die Wege auch weiterhin nutzen können. Nachdem alle Arbeiten im Umfeld ausgeführt wurden, kann mit dem eigentlichen Rückbau bzw. Erneuerung der Brücke begonnen werden. Die Verkehrsführung auf der A45 wurde bereits eingerichtet. Als erstes wird das Brückenteil in Fahrtrichtung Dortmund erneuert. Der laufende Verkehr wird mit jeweils zwei Fahrspuren auf das Teilstück des Bauwerkes Fahrtrichtung Frankfurt verlagert.
Danach beginnen die Leichterungsarbeiten an dem Teilbauwerk Richtung Dortmund, dabei werden zunächst der Fahrbahnbelag abgefräst und anschließend die Kragarme des Überbaus zurückgebaut. Im Anschluss erfolgt dann, voraussichtlich im ersten Quartal 2027, der Sprengabbruch dieses Teilbauwerkes. Der Neubau und gleichzeitigem Ausbau der Talbrücke Büschergrund auf sechs Fahrstreifen erfolgt dann innerhalb von fünf bis sechs Jahren.
(Text und Fotos: Carsten Hellbach)


