Die Autobahnmeisterei Freudenberg ist bereit für den Winterdienst. Auf der Wilhelmshöhe sind mehr als 2120 Tonnen Salz eingelagert. (Foto: Autobahn Westfalen)
Die Autobahnmeisterei Freudenberg ist bereit für den Winterdienst. Auf der Wilhelmshöhe sind mehr als 2120 Tonnen Salz eingelagert. (Foto: Autobahn Westfalen)
  • 25 Mitarbeiter, neun Fahrzeuge und über 2.100 Tonnen Salz auf der Wilhelmshöhe

Freudenberg. Seit Sonntag, 1. November, gilt auf den Autobahnen wieder Winterbetrieb. Auch die Autobahnmeisterei Freudenberg hat ihre Vorbereitungen abgeschlossen. Sie betreut die A45 von Drolshagen bis zur hessischen Landesgrenze und die A4 von der Krombacher Höhe bis Eckenhagen, zusammen rund 65 Kilometer Strecke samt Anschlussstellen, Rastplätzen und Talbrücken.

Dafür stehen 25 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit neun Spezialfahrzeugen bereit. In drei Salzhallen hat die Meisterei 2121 Tonnen Salz eingelagert. In der Region Südwestfalen/Mittelhessen hat nur die Meisterei Lüdenscheid mit 2154 Tonnen geringfügig mehr vorrätig.

„Unsere Meistereien sind sehr gut auf den Winter vorbereitet“

Andy Apfelstädt, Abteilungsleiter Betrieb bei der Autobahn Westfalen

Die Freudenberger Meisterei gehört zur Niederlassung Westfalen der Autobahn GmbH des Bundes. Dort sind bei Bedarf rund 500 Beschäftigte mit 177 Fahrzeugen rund um die Uhr im Einsatz. Insgesamt lagern im Bereich der Niederlassung rund 25.000 Tonnen Salz, dazu kommt ein Reservelager in Saerbeck mit weiteren rund 18.000 Tonnen. „Unsere Meistereien sind sehr gut auf den Winter vorbereitet“, sagt Andy Apfelstädt, Abteilungsleiter Betrieb bei der Autobahn GmbH.

Gesteuert werden die Einsätze von der Winterdienstzentrale in Hamm, die seit dem 1. November rund um die Uhr besetzt ist. Die Mitarbeiter dort werten Wetterprognosen aus, unter anderem vom Deutschen Wetterdienst, sowie Messdaten von Sonden entlang der Autobahnen, etwa zu Fahrbahn- und Lufttemperatur, Taupunkt und Niederschlag. Zeichnet sich Glätte oder Schnee ab, alarmieren sie die Meistereien.

Verstärkt setzt die Autobahn GmbH auf vorbeugendes Streuen mit Sole, einer reinen Salzlösung. Sie verteilt sich gleichmäßiger, wirkt länger und kann mit höherem Tempo ausgebracht werden. Pro Quadratmeter reichen je nach Wetterlage 15 bis 20 Gramm Salz, rund drei Teelöffel. Gegenüber herkömmlichem Streuen lassen sich so bis zu 70 Prozent Salz einsparen.

Die Autobahn GmbH bittet Autofahrer um Mithilfe: Räumfahrzeuge, die zu mehreren nebeneinander fahren, dürfen nicht überholt werden. Außerdem gelten bei Winterwetter angepasstes Tempo, vorausschauendes Fahren und ein wintertaugliches Fahrzeug.

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