• Kreisverwaltung fordert trotz Ende der Verordnung zum Wassersparen auf
Auch nach Auslauf der Trinkwasserverordnung fordert die Kreisverwaltung zum Wassersparen auf. Der Füllstand der Obernautalsperre liegt derzeit bei 40 Prozent.
Auch nach Auslauf der Trinkwasserverordnung fordert die Kreisverwaltung zum Wassersparen auf. Der Füllstand der Obernautalsperre liegt derzeit bei 40 Prozent.

Kreisgebiet. Die Trinkwasser-Sparverordnung des Kreises Siegen-Wittgenstein läuft am heutigen Freitag, 2. Oktober, wie geplant aus. Seit dem 24. August galten im gesamten Kreisgebiet Verbote, etwa für das Befüllen privater Pools, das Rasensprengen oder das Autowaschen außerhalb gewerblicher Waschanlagen. Entwarnung bedeutet das Auslaufen der Verordnung jedoch nicht, machen Kreis und Wasserverband deutlich: Die Trinkwasserversorgung in der Region bleibt angespannt.

Die Füllstände der Talsperren seien weiter unter Normalstand. Deshalb bittet Landrat Andreas Müller alle Bürgerinnen und Bürger, auch weiterhin sparsam mit Trinkwasser umzugehen. Trotz der Niederschläge und der gesunkenen Temperaturen der vergangenen Wochen sind die Füllstände der Talsperren weiter gesunken. Vom Inkrafttreten der Verordnung am 24. August bis zum 28. September fiel der Füllstand der Obernautalsperre von 45 auf 40 Prozent, der der Breitenbachtalsperre von 56 auf 50 Prozent.

Der Grund: Der Regen wurde zunächst von den ausgetrockneten Böden und der Vegetation aufgenommen und ist bislang nur zu einem geringen Teil in den Talsperren angekommen. Er hat die Pegel daher nicht steigen lassen, sondern lediglich dafür gesorgt, dass die Füllstände langsamer gesunken sind als in den Hitze- und Trockenmonaten Juni und Juli. Im Vergleich zum langjährigen Mittel fehlen in den Talsperren mehr als sechs Millionen Kubikmeter Wasser. Dieses Defizit hat sich über viele Monate mit zu geringen Niederschlägen aufgebaut. Um es auszugleichen, ist über einen längeren Zeitraum intensiver Niederschlag in den Einzugsgebieten der Talsperren nötig. Neben Dauer, Menge und räumlicher Verteilung des Regens spielen dabei auch die Außentemperatur sowie die Zu- und Abflussmengen eine Rolle.

Konkrete Folgeregelungen nach dem Auslaufen der Trinkwassersparverordnung sind derzeit nicht geplant. Ob und wann weitere Maßnahmen erforderlich werden könnten, hängt maßgeblich von der Entwicklung der Witterung und den Füllständen der Talsperren im Herbst- und Winterhalbjahr ab. Kreis und Wasserverband beobachten demnach und bewerten die Versorgungssituation fortlaufend.

Weitere Informationen unter www.siegen-wittgenstein.de/trinkwasser.