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Freudenberg. (18.07.2022) „Keine gute Lösung,“ findet CDU-Fraktionsvorsitzender Christoph Reifenberger. Er kritisiert, dass die derzeitige Rathaus-Verwaltungsführung nach vielen Jahrzehnten auf einen eigenen Baudezernenten verzichten will. Die vier Abteilungen dieses Dezernats sollen denen der Bürgermeisterin und des Kämmerers zugeschlagen werden. Stattdessen will die Verwaltung eine Architekten- oder Ingenieurstelle der Fachrichtung Hochbau besetzen.

Nach dem Ausscheiden von Matthias Tanger Ende Juni, der am 1. August 2019 die Nachfolge von Karl-Hermann Hartmann angetreten hatte, soll so die Organisation der Verwaltung grundlegend umgekrempelt werden. Von Oktober 1969 bis Juni 1996 verantwortete Peter Servatius, nach ihm für die nächsten 23 Jahre Karl-Hermann Hartmann die Planung für die strukturelle und räumliche Stadtentwicklung.

„Dass jetzt, nachdem Freudenberg mehr als fünf Jahrzehnte immer über eine Fach- und Führungsstelle für die bedarfsgerechte Stadtplanung verfügt hat, um ihre Entwicklungsziele, Sanierungsvorhaben und die Optimierung ihrer Infrastruktur zu erreichen, nun davon Abstand nimmt, ist mehr als bemerkenswert,“ äußert sich Johannes Werthenbach, der Vorsitzende des Stadtentwicklungsausschusses.
Denn die Aufgaben hätten sich eher erweitert. Für eine baulich-räumliche Entwicklung spielten immer mehr auch ökologische, soziale und gesellschaftliche Aspekte eine Rolle, ebenso eine neue Beteiligungskultur und der Blick auf vielfältige Förderprogramme, um Wohnquar-tiere aufzuwerten bzw. Lebens- und Arbeitsbedingungen zu verbessern. „Und natürlich kommen immer mehr komplexere Technik- und Rechtsfragen ins Spiel.“

Die Aufgabe für nachhaltige Stadtkonzepte sei nicht auf Traufhöhe oder Fassadenmaterial zu reduzieren, unterstreicht Christoph Reifenberger. „Wir brauchen in der Verwaltung einen fachlich versierten aktiven Steuerungspart für die auch klimapolitisch wichtigen Planungs- und Veränderungsprozesse.“ Erschwerend komme hinzu, dass nun auch der Leiter des Tiefbauamtes in der Verwaltung die Stadt Freudenberg verlasse.

CDU-Stadtverbandsvorsitzender Alexander Held zieht den Vergleich zum Hausbau, den jeder nachvollziehen könne: „Selbst die Arbeit des besten einzelnen Handwerkers kann nicht optimal sein, wenn nicht jemand die funktionale Gesamtplanung, die aufeinander abgestimmte zeitliche Abfolge und die finanzielle Abwicklung verantwortlich im Blick hat.“ Die Verwaltungsleitung verfolge nun einen anderen Ansatz und habe mit größter Eile bereits bloß eine Hochbau-Architekten- bzw. Ingenieurstelle ausgeschrieben. Reifenberger: „Freudenberg braucht Qualität und Kompetenz für seine Stadtentwicklung. Sehr bedauerlich, dass es dafür keine eigene fachlich ausgewiesene Führungskraft mehr geben soll.“

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