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Freudenberg. (09.07.2021) „Klimaschutz muss nicht immer Geld kosten – es lässt sich sogar Geld durch den Einsatz von Klimaschutzmaßnahmen sparen", erklärte Landrat Andreas Müller jetzt bei der Auftaktveranstaltung von „ÖKOPROFIT Siegerland" im Technikmuseum in Freudenberg. „Ich freue mich, auch bei der zweiten Runde des Projektes wieder zahlreiche Unternehmen begrüßen zu dürfen. Diesmal mit dabei sind elf Unternehmen aus Freudenberg, Siegen, Kreuztal, Hilchenbach und Neunkirchen. Ich wünsche allen Teilnehmenden viel Erfolg auf ihrem Weg zu nachhaltigerem Wirtschaften und bin gespannt auf die Ergebnisse.“

Dass Umwelt- und Klimaschutz geleistet werden kann, indem Ressourcen überhaupt erst nicht verbraucht werden, haben zwölf Unternehmen aus dem südlichen Siegerland in den vergangenen Jahren bewiesen. „Mit ihnen haben wir die erste Runde ÖKOPROFIT absolviert und konnten durch sie pro Jahr 654 Tonnen Treibhausgase einsparen. Zugleich haben die Unternehmen ihre Betriebskosten um 287.378 Euro gesenkt“, so Dr. Andreas Kaiser, der beim Kreis die Bereiche Klimaschutz, Energie und nachhaltige Regionalentwicklung koordiniert.

Im Rahmen des Projektes ÖKOPROFIT Siegerland soll den teilnehmenden Unternehmen geholfen werden, durch effizienten Ressourceneinsatz Kosten zu sparen und gleichzeitig einen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz zu leisten. Besonders interessant: Die Unternehmen stammen aus den verschiedensten Branchen. Sowohl ein Handwerksbäcker, ein Fensterbauer, als auch ein Sonderschraubenhersteller sind dabei. „Umwelt- und Klimaschutz betrifft alle Unternehmen, egal ob Groß- oder Kleinbetrieb, Lebensmittel- oder Automobilbranche“, so Unternehmensberater Michael Homeyer, der gemeinsam mit der Beraterfirma VIA Consult die Unternehmen durch eine Zusammenarbeit bis Juni 2022 für die Zukunft gut aufstellen möchte.

Die Erwartungen der einzelnen Unternehmen an das Projekt sind alle ähnlich: Sie wollen neue Impulse erhalten, Tipps von Experten bekommen und auch von dem Austausch mit den anderen Unternehmen profitieren. Einem der Unternehmensvertreter – der über die Homepage des Kreises auf das Projekt aufmerksam geworden ist – brennen besonders zwei Fragen mit Blick auf sein Unternehmen auf der Zunge: „Was kann ich tun? Und was muss ich tun?“

In insgesamt zehn Workshops sollen diese Fragen unter Betrachtung verschiedener Thematiken wie Abfallmanagement, Energiebeschaffung und -einsparung, Mitarbeitermotivation und nachhaltiges Wirtschaften geklärt werden. Neben den Workshops wird es für die Unternehmen auch regelmäßige Beratungstermine in den Unternehmen vor Ort geben, um Maßnahmen zu finden und gezielt umsetzen zu können. In circa einem Jahr, im Juni 2022, wird dann eine abschließende Prüfung der Unternehmen durchgeführt und die ÖKOPROFIT-Auszeichnung vorgenommen.

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