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Kreisgebiet. Mit einer Intrade in Jazz und KMD Ulrich Stötzel an der Orgel begann am vergangenen Freitag der Festgottesdienst in der Evangelischen Kirche Kaan-Marienborn, in der der evangelische Pfarrer Dietrich Hoof-Greve als Leiter der ökumenischen Telefonseelsorge Siegen von Superintendent Peter-Thomas Stuberg in sein neues Amt eingeführt wurde. Ein halbes Jahr lang war die Stelle unbesetzt, nachdem Pfarrer Rolf Christian Wangemann auf eine Pfarrstelle als Krankenhausseelsorger in Nordhorn wechselte. Seitdem mussten der katholische stellvertretende Leiter Dipl. Theologe Bernd Wagener mit Unterstützung durch die Sekretariatsmitarbeiterin Birgit Moos und vielen engagierten und gut ausgebildeten ehrenamtlich Mitarbeitenden die Anrufe, Dienstorganisation, Ausbildung, Supervision und manches mehr stemmen. Dafür dankte Stuberg den Mitarbeitenden sehr.

In seiner Einführungsrede betonte der Superintendent, kirchliche Ökumene sei in der Telefonseelsorge Siegen gelebte Praxis im Dienst der Ratsuchenden. Stuberg: „Die Telefonseelsorge ist ein Bereich kirchlicher Arbeit, die 24 Stunden am Tag und jeden Tag im Jahr erreichbar ist. Hier werden Menschen wahrgenommen. Es entsteht ein Resonanzraum zwischen zwei Menschen, die sich nicht sehen. Hier kann alles ausgesprochen werden. Scham und Angst und Lust. Im Zuhören und Gespräch werden Freiräume eröffnet, die den Druck des Lebens verteilen und verflüchtigen.“ Und dem einzuführenden Pfarrer Hoof-Greve zugewandt rät der leitende Geistliche des Kirchenkreises, auch selbst den Resonanzraum Gottes in der Stille immer wieder aufzusuchen und aus der Stille heraus die Aufgaben zu meistern. Stuberg: „Dort in der Stille hat ein anderer das Wort und ich schweige. Entscheidend ist dabei, dass wir offen bleiben für Gott.“ Unter Handauflegung, Gebet und mit Segensworten von Pfarrkollegen, Trägervertretern und Mitarbeitenden führte Superintendent Peter-Thomas Stuberg Dietrich Hoof-Greve in sein neues Pfarramt ein.

Pfarrer Dietrich Hoof-Greve wurde in Oberfischbach geboren. Nach dem Studium in Marburg und Heidelberg war er zunächst Vikar in Gelsenkirchen und Jerusalem. Ordiniert wurde er 1992. Danach arbeitete er als Pfarrer im Entsendungsdienst in Gelsenkirchen und anschließend in der DRK-Kinderklinik in Siegen. Elf Jahre lang war er nach einer Weiterbildung zum Erziehungs- und Familienberater in der Ehe-, Familien- und Lebensberatungsstelle des Evangelischen Kirchenkreis Siegen tätig von wo aus er das Amt des Evangelischen Studierendenpfarrers übernahm. Vor über 20 Jahren arbeitete Hoof-Greve bereits ehrenamtlich in der ökumenischen Telefonseelsorge mit und hat die gründliche Ausbildung absolviert und praktische Erfahrungen gesammelt.

1980 wurde die Telefonseelsorge Siegen von den evangelischen Kirchenkreisen Siegen und Wittgenstein und dem katholischen Gemeindeverband Siegerland/Südsauerland gegründet. Zurzeit sind 86 Ehrenamtliche in der Telefonseelsorge aktiv und nehmen etwa 12.000 Anrufe pro Jahr entgegen, ca. 33 Gespräche jeden Tag. Hinzu kommt noch die Mail- und die Chat-Seelsorge.

Pfarrer Dietrich Hoof-Greve (Bildmitte) ist der neue Leiter der ökumenischen Telefonseelsorge Siegen. Foto: Karlfried Petri

Im Bild von links: Monika Benfer, Ev. Kirchenkreis Wittgenstein, Superintendent Peter-Thomas Stuberg, Pfr. Friedhelm Reffelmann, Dekanat Siegen, Pfr. Dietrich Hoof-Greve, Ortspfarrer Gerhard Utsch, Bernd Wagener, stellv. Leiter der Telefonseelsorge, Andrea Bensberg, Gruppenleitung in der Telefonseelsorge, und Pfr. Rolf Fersterra, Vorsitzender des Trägerkreises.


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