Freudenberg. „2019 begann vielversprechend, im Rückblick war es für die Heimatvereine ein bitteres Jahr“, zog Bernd Brandemann, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Freudenberger Heimatvereine, die Bilanz. Als am 16. Juni 2019 die „neue“ Stadt Freudenberg ihr 50-jähriges Jubiläum, waren es viele Heimatvereine, die die Sternwanderung zum Rathaus im Flecken organisiert und fröhlich durchgeführt hatten. Kurze Zeit später, am 7. Juli 2019, gratulierten die Heimatfreunde mit bunt geschmückten Festwagen zum 675-Jahre-Jubiläum in Alchen.
Der dramatische Unglücksfall beim Backesfest in Alchen am 8. September erschütterte die Aktiven in der Heimatarbeit nachhaltig. „Unsere Gedanken sind bei den beiden Verstorbenen Susanne und Jana Röcher, ihren Angehörigen, bei den Kolleginnen, Kollegen, Besuchern oder Helfern, die bis heute an den Folgen des Unfalles leiden, die von Erinnerung gequält sind und fortwährend noch für sich Lasten tragen“, sagte Bernd Brandemann in seinem Bericht während der Jahreshauptversammlung.
Martin Lucke vom Alchener Heimatverein nutze die Gelegenheit, um sich nachdrücklich für alle Unterstützung zu bedanken. Die gezeigte Solidarität habe ihnen viel Kraft gegeben. Dankbar sei festzustellen, dass der Ort zusammenstehe und dem Verein mit wirklichem Rückhalt geholfen werde.
Die ARGE-Mitgliederversammlung war im Frühjahr aus Corona-Gründen verschoben worden und fand nun in einem Saal der Giebelwaldhalle in Niederndorf statt. Auch hier sorgte die Pandemie für ganz besondere Bedingungen: Keine Gäste, kein Imbiss, kein besonderer Themenvortrag, die Delegierten der Mitgliedsvereine mit gebotenem Abstand. „Wir sind froh, in dieser Zeit unsere satzungsmäßige Veranstaltung überhaupt durchführen zu können“, so stellv. Vorsitzender Mario Topol.
Nach dem Alchen-Unglück waren seitens der ARGE sowohl die geplante „Freudenberger Backes-Tour“ wie auch die Ortsbegehung abgesagt worden. In diesem Jahr verhindert Corona zahlreiche Aktivitäten.
Auf die Aktion „Saubere Flur 2019“ ging Vorstandsmitglied Martin Breloer in seinem Bericht ein. An der Umweltaktion haben sich 14 Heimatvereine in Freudenberg beteiligt und dabei 4,2 Tonnen Müll aus Wald, Wiesen und von Straßenrändern gesammelt. Er dankte Stadt und Kreis für die dabei gezeigte Unterstützung.
Positiv bleibt für 2019 der Jahresempfang in der Freudenberger evangelischen Kirche in Erinnerung, zu dem Regierungspräsident Hans-Josef Vogel mit einem Gastvortrag beigetragen hatte. Das traditionelle Treffen am „Stadtgeburtstag“ 7. November wird in diesem Jahr aus Gründen der Pandemie ausfallen. 2019 konnte die ARGE wieder zwei Ausgaben der Heimatzeitschrift „Freudenberg im Zeitgeschehen“ (FiZ) herausgeben.
Bärbel Quent vom Heimatverein Büschergrund wird als neue Beisitzerin im ARGE-Vorstand mitarbeiten. Sie folgt auf Wolfgang Grimm, den Bernd Brandemann zuvor mit der Ehrennadel der Heimatvereine für eine 26-jährige Vorstandsarbeit ausgezeichnet hatte: „Wolfgang Grimm ist insgesamt neunmal in den Vorstand gewählt worden, erstmals 1994, zunächst als Pressewart, dann als Beisitzer. Seine langjährige Mitwirkung verdient Hochachtung und Anerkennung sowie unseren ganz besonderen Dank.“ Seiner Ehefrau Inge, selbst auch der Heimatarbeit verbunden, dankte die ARGE mit einem Blumenstrauß.
Als Kassenprüfer werden Jochen Utsch (Oberfischbach) und Regina Gerbershagen (Hohenhain) die ARGE-Finanzen mit im Blick haben. Der scheidende Kassenprüfer Dirk Bäumer (Niederndorf) hatte die Entlastung des Vorstandes beantragt, was einstimmig erfolgte.
Die Dachorganisation der 15 Freudenberger Heimatvereine betrauerte 2019 den Tod zweier Ehrenmitglieder. Am 15. Juni war Helmut Krämer verstorben, am 2. September 2019 Wolfgang Kynast. In das Gedenken bezog Bernd Brandemann auch Karl-Friedrich Hoof ein, der über drei Jahrzehnte im Vorstand des Flecker Heimatvereins mitgewirkt hatte. Er verstarb am 13. Dezember 2019.
„Wir haben Höhen und Tiefen erlebt und hoffen, dass wir, wenn es gelingt, die Covid-19-Ausbreitung einzudämmen, wieder mit vielen Maßnahmen für unsere Heimatorte aktiv werden können,“ so die einhellige Meinung. Aber bis dahin gelte es Vorsicht walten zu lassen und alles zu tun, um Ansteckungen zu vermeiden. „Bitte gesund bleiben“, war dann auch der Wunsch am Ende der Versammlung.

Foto: Mario Topol

 

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