Freudenberg/Kreis. (25.3.2020) Am Mittwoch sind zehn neue bestätigte Infektionen mit dem Coronavirus (Covid-19) in Siegen-Wittgenstein bekannt geworden. Die entsprechenden Testergebnisse sind im Kreisgesundheitsamt eingegangen. Damit haben sich seit Beginn der Infektionswelle 68 Personen aus Siegen-Wittgenstein mit dem neuartigen Grippevirus infiziert. Eine Mitte 30-jährige Frau aus Siegen konnte heute als genesen aus der Überwachung des Kreisgesundheitsamtes entlassen werden. Damit gelten inzwischen zehn Patienten aus der Region als Genesen, 58 Personen sind aktuell erkrankt.

Hinzu kommen drei Neuinfizierte in Freudenberg: eine Seniorin, die in Österreich war, einen Mann um die 40 und einen Mann um die 60. Einer war zuletzt in Spanien, der andere in Österreich. Bei einer Frau um die 50 aus Netphen ist der Übertragungsweg nicht geklärt.

Bei den neu Erkrankten handelt es sich um zwei Mitte 30-jährige Männer aus Bad Laasphe, einer der beiden hatte hier vor Ort Kontakt zu einem Infizierten, bei dem zweiten ist der Ansteckungsweg nicht bekannt. In Kreuztal sind vier weitere Erkrankte. Zwei Männer um die Vierzig, ein Mann und eine Frau um die Fünfzig. Alle waren in Österreich, hatten zum Teil aber auch Kontakt zu Infizierten.

Auf eine riesige Resonanz ist der gestrige Aufruf gestoßen, sich als freiwilliger Helfer für das Ausweichkrankenhaus in Kredenbach zu registrieren. Gesucht werden Personen, die z.B. über eine pflegerische oder medizinische Ausbildung verfügen, aber ggf. derzeit nicht in ihrem erlernten Beruf arbeiten. Gleiches gilt aber auch für Techniker, Hausmeister oder Personen, die bei der Betreuung von Patienten oder dem Betrieb des Ausweichkrankenhauses mithelfen können Bereits nach 24 Stunden haben sich über 100 Freiwillige über das Online-Formular angemeldet, unter ihnen viele Pflegekräfte und einzelne Mediziner.

Einen Link zum Online-Anmeldeformular gibt es unter www.siegen-wittgenstein.de im Bereich „Schlaglichter“. Dort gibt es zudem einen weiteren Link, mit dem man sich als ehrenamtlicher Helfer für #siwiHilft registrieren lassen kann, um Hilfsbedürftigen bei Alltagsdingen wie Einkaufen, Medikamente aus der Apotheke holen oder auch mit dem Hund spazieren gehen zu helfen.

Infohotline spricht viele Sprachen: Die Corona-Infohotline der Kreisverwaltung ist weiterhin enorm gefragt. Alleine Montag und Dienstag haben schon wieder annährend 700 Ratsuchende die 0271 333-1120 gewählt. In diesem Zusammenhang weist die Kreisverwaltung auf einen weiteren Service hin: Wenn es der besseren Verständigung dient, sind Gespräche nicht nur auf Deutsch möglich. Auf Wunsch können die Hotline-Mitarbeiter auch zu Gesprächspartnern verbinden, die Englisch, Türkisch, Polnisch, Russisch, Spanisch oder Französisch sprechen.

Foto: Henning Prill

 

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