Freudenberg. Wenn das 4Fachwerk-Mittendrin-Museum eine Ausstellung eröffnet, ist immer mit großem Besucherandrang zu rechnen. Der Beginn der Präsentation über Leben und Werk des Siegerländer Künstlers Hermann Kuhmichel (1898-1965), stellte allerdings die bisherigen Erfahrungen in den Schatten. Vorsitzender Dieter Siebel freute sich über das enorme Interesse an den Exponaten des hoch talentierten Künstlers mit einer überaus vielfältigen Schaffenspalette.
Dr. Ingrid Leopold hatte es als Kuratorin übernommen, den Lebensweg von Hermann Kuhmichel und sein künstlerisches Schaffen nachzuzeichnen. Als er am 4. März 1898 in Eiserfeld das Licht der Welt erblickte, war das achte Kind von Ferdinand und Katharina Kuhmichel.  
Nach seiner schulischen Ausbildung an der Rektoratsschule in Weidenau (heute FJM) und dem „Einjährigen“ in Plettenberg, beginnt Hermann Kuhmichel eine Forstlehre, wird aber 18-jährig 1916 während des I. Weltkrieges als Frontsoldat einberufen. Sein Lazarettaufenthalt aufgrund einer schweren Verwundung endet erst 1920.
Den Forsten widmet er sich nun wieder, wird Forstlehrer und nimmt dann bis 1926 eine Stellung als Gutsverwalter in Meißen an.
Aber die Lungenkrankheit plagt ihn zunehmend, seine Arbeitsstelle muss er aufgeben. Es sind die Jahre der „Weimarer Republik“, in denen er sich 1927 zu einer beruflichen Neuorientierung entschließt.
Hermann Kuhmichel studiert bei dem Barlach-Schüler Hein Minkenberg, die Werkkunstschule in Köln sowie die Kunstakademie Düsseldorf sind weitere Stationen seiner Ausbildung.
Sein erstes Siegerländer Atelier entsteht 1929 in einem stillgelegten Fabrikgebäude in der Siegener Flurenwende, das später den Krieg nicht übersteht. Den Neuanfang nach dem 2. Weltkrieg wagt Kuhmichel 1953 mit dem Umzug in ein eigenes Haus mit Atelier am Weidenauer Schneppenberg. Von ihm entstanden Eisengussplatten und -skulpturen, viele Werk als Kunst im öffentlichen Raum, Steinskulpturen und -reliefs, solche aus Holz und Metall, Wandputzbilder (Sgraffitos), Glasmalereien, Monotypien, Holzschnitte, Kohlezeichnungen, Stickbilder oder sogar Wandteppiche.
 Das 4Fachwrek-Kunstkabinett lässt den Künstler sehr nahe an den Betrachter herankommen. Der Ausstellung ermöglicht einen fundierten Überblick über die große Bandbreite seines Schaffens von monumental wirkenden Standbildern bis hin berührenden fadenfein ausgeführten Textilbildern.
Zum Gelingen und „Kunstgenuss“ des Abends trugen auch Danila und Thomas Hofer bei. Sie beeindruckten mit zwei Kompositionen von Edvard Grieg sowie mit einem brasilianischen und einem irischen Musikstück.
Die Ausstellung im Alten Flecken ist noch bis zum 12. Januar 2020 zu sehen. Am Sonntag, 1. Dezember 2019, 15:00 Uhr wird Dr. Ingrid Leopold durch die Ausstellung führen. Diese Aufgabe übernimmt am 15. Dezember 2019, ebenfalls um 15:00 Uhr, Frieder Henrich. Henrich war seit seiner Kindheit häufig Gast in der Werkstatt von Hermann Kuhmichel und widmete diesem 2016 eine bemerkenswerte Publikation, in dem er die Werke des Künstlers umfassend dokumentierte.

Foto: B. Brandemann

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