Freudenberg/Kreisgebiet. Mit dem Auto unterwegs in Siegerland und Wittgenstein: Der Beifahrer telefoniert – und plötzlich ist die Verbindung weg. Und auch das Surfen ist für die Kinder auf dem Rücksitz nicht immer ein Vergnügen. Selbst wenn das Telefonieren gerade noch funktioniert, dauert es unendlich, bis sich die neusten Bilder auf Instagram aufbauen. An online spielen ist überhaupt nicht mehr zu denken. „Was im Privatleben für uns alle einfach nur ärgerlich ist, kann im Geschäftsleben zu einem echten Hindernis werden“, sagt Landrat Andreas Müller: „Mobile Erreichbarkeit muss heutzutage selbstverständlich sein – und zwar nicht nur in großen Städten, sondern auch flächendeckend hier bei uns in ländlichen Regionen.“

Deshalb hat der Landrat das Thema „Funklöcher“ erneut auf die Tagesordnung gesetzt. Am 20. November wird ein Vertreter der Deutschen Telekom im Ausschuss für Wirtschaft und Regionalentwicklung über den Stand der Dinge und die Ausbaupläne der Telekom berichten. Daneben sind aber auch Vodafone und Telefonica beim Ausbau ihrer Netze aktiv.

„Für mich ist es entscheidend, dass wir kurzfristig vorhandene Funklöcher schließen und mittelfristig eine flächendeckende Versorgung mit dem neuen 5G-Standard erhalten“, so Andreas Müller. Im Gegensatz zu Bundesforschungsministerin Anja Karliczek ist er durchaus der Meinung, dass wir 5G „an jeder Milchkanne“ brauchen. „5G ist zwingende Voraussetzung für Zukunftstechnologien wie selbstfahrende Autos oder Telemedizin. Nur wenn die Netze tatsächlich ohne weiße Flecken überall vorhanden sind, kann man diese Technologien nutzen. Deshalb fordere ich auch nachdrücklich, dass der ländliche Raum genauso wie die Ballungsgebiete eine flächendeckende 5G-Versorgung bekommen muss.“

Deshalb nimmt Siegen-Wittgenstein auch gemeinsamen mit den vier Partnerkreisen in Südwestfalen am 5G-Innovationswettbewerb teil. Der Bund fördert die Erarbeitung von 50 5-G-Konzepten mit je 100.000 Euro. Fünf Konzepte erhalten dann auch eine Umsetzungs-Förderung. „Wir hoffen, dass der Bund ein Signal setzt und uns als ländliche Region, die zugleich Industrieregion Nr.1 in NRW ist, die Chance gibt, bei dieser Zukunftstechnik als Pionier mit dabei zu sein“, sagt Andreas Müller. Um dieses Ziel zu erreichen, setzt er auch auf die Unterstützung der heimischen Bundestagsabgeordneten: „Ich hoffe, dass ihr Wort so viel Gewicht hat, dass Südwestfalen am Ende eine der 5-G-Modellregionen wird.“

Dem Vertreter der Telekom möchte der Landrat gerne eine Übersicht über aktuell vorhandene Funklöcher in Siegen-Wittgenstein mitgeben. Deshalb bittet er alle Siegerländer und Wittgensteiner, jetzt Funklöcher zu melden. Wichtig ist eine möglichst genaue Beschreibung des Ortes und die Angabe des Netzes, das dort nicht verfügbar ist. „Die Erfahrung lehrt, dass die theoretisch errechnete Abdeckung des Handynetzes nicht immer der Realität entspricht. Deshalb kann diese Auswertung wertvolle Hinweise dazu liefern, wo tatsächlich Funklöcher vorhanden sind.“

Orte mit Funklöchern können ab sofort an die Kreisverwaltung gemeldet werden – per Mail an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! Funklöcher, die nicht die Deutsche Telekom betreffen, wird die Kreisverwaltung an die entsprechenden Netzbetreiber weiterleiten.

Archiv-Foto: Henning Prill

 


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