Freudenberg. Die Premiere des neuen Stückes hat dem Publikum und unverkennbar auch den Schauspielern allergrößtes Vergnügen bereitet. Tränen gelacht hat das Premierenpublikum am Mittwochabend im Sängerheim des MGV Liedertafel Freudenberg. Die Aufführung der gruseligen Komödie „Hirn! das Labor der Dr. Franka Stein“ von Sabine Misorny und Tom Müller hat Jens Benner gekonnt spritzig und tempogeladen inszeniert.

Vorab konnten sich die Gäste noch an Liedern des Frauenchores Feinklang Freudenberg erfreuen, der mit modern Liedern erste, ausgesprochen harmonische künstlerische Akzente des Abends setzen konnte.

Dann hieß es Bühne frei für das Ensemble des Wintertheaters vor restlos ausverkauftem Haus. Dr. Frank Stein (Andrea Quarg - als "herrische" Wissenschaftlerin ein "Volltreffer") ist an die Liste der Forscher gekommen, die im Besitz der 240 Hirnscheiben von Albert Einsteins Gehirn sind, die ihnen zu Forschungszwecken überlassen wurden. Nach jahrelanger Arbeit ist es nun soweit und das Gehirn ist wieder zusammengesetzt und zum Leben erweckt worden. Nun muss es innerhalb von 24 Stunden in einen menschlichen Körper eingepflanzt werden. Und dieser Körper ist eigentlich auch schon vorhanden, aber aus bestimmten Gründen, die die beiden begriffsstutzigen Dienerinnen Ignatia (Christine Scholz) und Innozentia (Ingrid Bradu) zu verantworten haben, nicht mehr verfügbar.

Nun ist guter Rat teuer und die beiden erhalten nicht nur den Auftrag Pater Ambrosius (ein resoluter und lautstarker Markus Klappert) für die anstehende Trauungszeremonie zu bestellen sondern auch einen stattlichen Mann für die Hochzeit und die Implantierung des Gehirns aufzutreiben. Die schlafmützigen „Dumpfbacken“ Ignatia und Innocentia spielen Christine Scholz und Ingrid Bradu äußerst charmant und hinreißend. Sie machen sich pflichtgemäß auf die Suche nach einer „Lichtgestalt“ für ihre Herrin. Und dass innerhalb der nächsten 24 Stunden. Nun geht es Schlag auf Schlag. Erst verirrt sich ein schwuler Hochzeitsplaner - Daffyd Dreamy - ins Schloss (herrlich als "rosa Plüschmonster": Newcomer Thomas Bohl ) der sich in der Adresse geirrt hat, dann der Staubsaugervertreter Felix Felicio (Regisseur Jens Benner, mit breitem hessischem Akzent), der mit dem Wagen im Graben gelandet ist. Während Daffyd Felix für den Bräutigam hält, taucht mit Siegfried - Siggi - Siegtaler (Patrick Kruse mit vollem Körpereinsatz) noch ein echter Bräutigam auf.

Allerdings nicht der von Franka. Siggi und Franka treffen sich während eines Stromausfalls im Blitzlichtgewitter aufeinander, gerade als Siggi sich eine Decke überwerfen will. Franka hält ihn für den gewünschten Adonis und fällt in Ohnmacht. Sie gibt Ignatia den Auftrag Siggi zu betäuben und für die Gehirnoperation vorzubereiten. Am folgenden Morgen taucht dann auch noch Gloria (liebreizend und doch herrlich naiv: Fenja Leiendecker), Siggis Verlobte auf, die auf der Suche nach Siggi ist.

Das gnadenlose Verwechslungsspiel nimmt seinen Lauf. Missverständnisse, reichlich makabre Situationskomik und Zweideutigkeiten prägten das herrlich schräge und skurrile Stück, das in der Inszenierung des Flecker Wintertheaters perfekt besetzt wird und auch großartig interpretiert über die kleine Bühne des Sängerheimes geht. Vor ausverkauftem Haus ist der Großangriff auf die Lachmuskeln der Zuschauer wahrlich gelungen, der von den Zuschauern auch mit langanhaltendem Applaus belohnt wurde.

Mit einer rockigen Polonäse endete der wahnsinnig vergnügliche Theaterabend mit Witz und Slapstick, dargeboten von Schauspielern, die alles geben. Die außergewöhnlichen Kostüme und das wechselnde Bühnenbild (auf gerade mal 6 mal 4 Metern), die Musik und das gelungene Sound-Design rundeten einen sehr unterhaltsamen Abend ab. Wie sich das Chaos letztlich auflöst und wo das Hirn von Albert Einstein landet , dass können die Zuschauer noch in weiteren Aufführungen im Sängerheim erfahren: am Samstag, 3. November, 20:00 Uhr; Sonntag 4.11., 17:00 Uhr ; Samstag 10.11., 20:00 Uhr, und Sonntag 11.11., 17:00 Uhr.

 


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