Berlin/Freudenberg. Die groß angelegte AWARE-Studie, die sich seit mehreren Jahren damit befasst, ob jeder Narbenbruch (Narbenhernie) operiert werden muss befindet sich auf der Zielgeraden. Jetzt trafen sich Experten unterschiedlicher Hernien-Zentren Deutschlands im Berliner Klinikum Charité. Darunter Dr. Marius Passon, Chefarzt der Allgemein, Viszeral- und Gefäßchirurgie im Diakonie Klinikum Bethesda in Freudenberg.

„Die aus der Studie neu gewonnenen Daten werden künftig dazu beitragen leichter zu beantworten, wann, wie und ob ein Narbenbruch behandelt werden muss“, erklärt Passon. Aus dem Bethesda nehmen etwa 40 Patienten an der AWARE-Studie teil. Diesbezüglich steht das Krankenhaus unter den teilnehmenden Zentren an zweiter Stelle hinter der Charité. Die Freudenberger Abteilung für Viszeral- und Gefäßchirurgie ist seit 2012 Studien-Zentrum für Hernienchirurgie. 2016 bescheinigte die Deutsche Hernien Gesellschaft (DHG), dass Hernien-Operationen dort qualitätsgesichert durchgeführt werden.

Ein Narbenbruch entsteht häufig nach einer Bauchoperation mit Zugang zur Bauchhöhle. Sichtbar wird dabei eine Vorwölbung im Bereich einer Narbe. Folglich kann es passieren, dass Gewebe oder innere Organe eingeklemmt werden. Jährlich werden fast 50 000 Narbenhernien-Operationen in Deutschland durchgeführt. Da noch nicht belegt ist, ob bei Patienten mit wenigen Beschwerden kein chirurgischer Eingriff nötig ist, prüft die AWARE-Studie den Spontanverlauf der Krankheit im Vergleich zum chirurgischen Eingriff. Die aktuellen Studien-Daten wurden bei dem Treffen in der Charité mit dem klinischen Studienleiter Priv. Doz. Dr. Johannes Lauscher erörtert. Über aktuelle Entwicklungen der Hernienversorgung sind die teilnehmenden Zentren stets informiert. „Patienten können sich bei Fragen zu Narbenbrüchen gerne an uns wenden“, sagt Passon.

Foto: Diakonie  -  Experten unterschiedlicher Hernien-Zentren im Berliner Klinikum Charité. Darunter Dr. Marius Passon (8. von rechts) vom Diakonie-Klinikum Bethesda in Freudenberg.

 

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