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Freudenberg. (14.10.2021) Die „Kernstadt" Freudenberg war in diesem Jahr Ziel einer Ortsbegehung der Arbeitsgemeinschaft Freudenberger Heimatvereine (ARGE). Die Wanderung durch die einzelnen Stadtteile gehört zu ihrer Tradition, um vor Ort Entwicklungen, Herausforderungen und Schwerpunkte der einzelnen Heimatvereine zu sehen. Nicht nur Corona hatte den Zwei-Jahres-Rhythmus durchbrochen: Nach Plittershagen im Jahr 2017 stand der „Flecken" eigentlich im Jubiläumsjahr 2019 auf dem Programm. Die Veranstaltung wurde dann allerdings nach dem Unfallgeschehen in Alchen abgesagt, danach galt es die Pandemie abzuwarten.

211014arg2Helge Gattwinkel, Vorstandssprecher des Freudenberger Heimatvereins, begrüßte bei bestem Wetter vorm Rathaus am Mórer Platz die zahlreichen Vertreter aus den ARGE-Mitgliedsvereinen sowie eine Reihe der Ortsheimatpfleger.


Der Rundgang begann auf dem historischen Teil des Freudenberger Friedhofs. ARGE-Vorsitzender Bernd Brandemann erläuterte hier einige geschichtliche Details. Die Begräbnisstätte wird seit 1853 genutzt. Noch aus seiner Entstehungszeit sind Grabmale vorhanden, die Freudenberger Stadt- und Wirtschaftsgeschichte aber auch Bestattungskultur dokumentieren. Schon 2019 entstand eine Ausarbeitung des Heimatvereins, hier durch einen Denkmalbereich einen Verfall der Anlage abzuwehren. Unter Schutz steht lediglich seit 2001 ein einziges Grab, dieses von Tillmann Siebel, dem maßgebenden Vertreter der Erweckungsbewegung. Die Heimat-Aktiven nahmen auch die Grabanlage der Familie Lagemann in Augenschein, die derzeit völlig umwuchert ist. Diese erinnert auch an den aus Freudenberg nach Amerika ausgewanderten Karl Lagemann, der in den 1920er Jahren mit großzügigen Spenden die Erweiterung des Bethesda-Krankenhauses oder die Turnhalle („Jahn-Lagemann-Halle") förderte. „Insgesamt besteht für den Erhalt der historischen Anlagen großer Handlungsbedarf," so die Heimatvereine.

Der Themenwanderweg „Wasserstaaten" bildete die nächste Station der Begehung. Hans-Günther Siebel vom Freudenberger Heimatverein informierte über die Hintergründe der 4,5 Kilometer langen Wegstrecke: „Idee-gebend ist das frühere ausgeklügelte wasserwirtschaftliche System, mit dem die Energie für die Freudenberger Hammerwerke und Mühlen wetterunabhängig sichergestellt werden musste." Der Rundweg Wasserstaaten verknüpft den Talraum der Gambach mit dem Technikmuseum und dem Alten Flecken. An dem Teilstück von der Mühlenstraße aus erinnert ein auf dem Asphaltweg aufgebrachter blauer Streifen an den damaligen Mühlengraben, der an der Talkante bis zum Gambachsweiher verlief. Dass das neue Erlebnis- und Erholungsweg intensiv genutzt wird, zeigten an diesem Samstagnachmittag die vielen Radler und Wanderer.

211014arg3Die Ortsbegehung führte dann zum neugestalteten Bürgerpark. Sich um das musikalische Programm für die Konzert-Muschel zu kümmern, gehört zu den besonderen Aufgaben des Freudenberger Heimatvereins. Helge Gattwinkel und Reinhard Wüst legten dar, dass es dabei mit der Stadt noch Klärungsbedarf gibt. „Die Gäste wollen gerne die Konzerte im Sitzen verfolgen und die Musizierenden auch sehen können," so die Vereinsvertreter. Aber die vom HuV-Freudenberg angeschafften Bänke sind nicht mehr vorhanden, stehen jedenfalls nicht mehr gegenüber dem Musikpavillon.Daneben störe die die dort angepflanzte Hecke. „In Sitzposition schaut man ein stückweit in das Blattwerk, das die Akteure auf der Bühne verdeckt." Hier wünschen sich die Flecker Heimataktiven mit der Stadt eine tragfähige Regelung zu erhalten. „Wir brauchen einerseits dauerhafte Sitzgelegenheiten und andererseits einen ungetrübten Bühnenblick. Dieser Wunsch wird uns von den Besuchern eindeutig mit auf den Weg gegeben."

Altstadt-Beauftragter Richard Flender versorgte anschließend beim weltbekannten Ausblick auf den Flecken die Heimatfreundinnen und -freunde mit stadtgeschichtlichen Hintergründen. Aber auch aktuellen Herausforderungen widmete er sich: „Gegenwärtig läuft ein Diskussion-Prozess mit den Einwohnern zur Verkehrssituation im Alten Flecken. Wir wollen schauen, ob es innerhalb der Altstadt intern die Möglichkeit gibt, eine breit getragene Lösung vorzuschlagen."

Durch die Altstadtgassen führte der Weg anschließend zur frisch renovierten evangelischen Kirche und zu den „Achenbach'schen Scheunen". Hier fand die Ortsbegehung mit einer kurzen Aussprache ihren Abschluss. Heinrich Nollen, HuV-Aktiver für die Scheune, hatte dort zur Stärkung für Speis und Trank gesorgt. Treffend war die Bezeichnung „Ausklang", denn zum Schluss griffen Helge Gattwinkel (HuV Vorstand Freudenberg), Richard Flender (Altstadtbeauftragter) und Roland Jung (Ortsheimatpfleger Dirlenbach) für eine kurze spontane Konzerteinlage zu ihren Gitarren.

„Das Format, sich vor Ort gemeinsam umzuschauen, zusammen einen Blick auf Fortschritte zu werfen, Probleme zu verstehen, Themen kollegial zu vertiefen und sich unkompliziert auszutauschen, hat sich erneut bewehrt," so ARGE-Vorsitzender Bernd Brandemann. Er dankte dem Heimat- und Verschönerungsverein Freudenberg für die Vorbereitung. Wichtig sei, dass „nach COVID 19" das „Arbeiten für die Heimat" möglichst ohne große Einschränkungen wieder aufgenommen werden könne.

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Alle Informationen zum Thema Corona-Schutzimpfung und das Terminbuchungsportal für die Impfstellen finden Interessierte unter www.siegen-wittgenstein.de/impfen. Hilfe gibt es während der Dienstzeiten der Kreisverwaltung auch in der Impfhotline unter 0271 333-2171 und -2172.


 

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